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Autorennen gehören nicht in die Innenstadt

Die SPD Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg sprechen sich gemeinsam gegen die Austragung der Formel E auf der Karl-Marx-Allee im nächsten Jahr aus

Das im Mai dieses Jahres gegen den Willen der Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg auf der Karl-Marx-Allee ausgetragene Rennen der Formel E war eine nicht zumutbare Belastung sowohl für Anwohnerinnen und Anwohner als auch für Pendlerinnen und Pendler, die täglich diese Straße nutzen. Nachdem nun bekannt wurde, dass der Veranstalter der Rennserie auch im Jahr 2017 die Formel E auf der Karl-Marx-Allee ausrichten möchte und dafür die entsprechenden Anträge bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eingereicht hat, erneuern beide Kreisverbände der SPD ihre Forderung einen geeigneten Austragungsort an anderer Stelle zu finden. Die Karl-Marx-Allee, eine der Hauptverkehrsadern der Berliner Innenstadt und zugleich Wohnort von mehreren Tausend Bürgerinnen und Bürgern, kann dafür keinesfalls wieder herhalten. Die sozialdemokratischen Mitglieder der zuständigen Senatsverwaltung fordern wir erneut auf einen angemessenen Ort für die Austragung im kommenden Jahr zu finden.

Dazu Boris Velter, Kreisvorsitzender der SPD Mitte: „Wir waren sehr unglücklich über die Entscheidung des Senats das Autorennen im Mai gegen den Willen des Bezirks und der Parteigliederung vor Ort auf der Karl-Marx-Allee durchführen zu lassen. Hier leben tausende Bürgerinnen und Bürger, deren Lebensqualität über Wochen massiv eingeschränkt wird. Noch dazu verursachen die Sperrungen ein gewaltiges Verkehrschaos mitten in der Innenstadt.“

Harald Georgii, Kreisvorsitzender der SPD Friedrichshain-Kreuzberg, zu der erneuten Antragstellung des Formel E-Veranstalters: „Es ist nicht einzusehen, warum ein solches Großereignis ausgerechnet in den jetzt schon mit Tourismus und Veranstaltungen überlasteten Innenstadtbezirken durchgeführt werden muss. Der Senat könnte die Formel E nutzen, um Außenbezirke zu beleben. Das wäre für alle Beteiligten eine win-win-Situation.“