BVV

Rund um den Alex: Licht statt Munkeln im Dunkeln

Die Mühlen der Ämter mahlen langsam – aber sie mahlen eben doch. Man muss nur Geduld haben und hartnäckig bleiben! Seit Jahren beschäftigt sich die SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Mitte mit der Situation rund um den Alexanderplatz und versucht immer wieder mit Anträgen den Amtsschimmel auf Trab zu bringen.

Besonders in der dunklen Jahreszeit fallen dunkle Ecken auf, die jedem Sicherheitsexperten die Haare zu Berge stehen lassen. So lässt die Beleuchtung der Rathausstraße unter der S- und Fernbahnbrücke – vorsichtig ausgedrückt – zu wünschen übrig. Anträge an das Bezirksamt und Gespräche vor Ort mit der DB Netz AG führten zu keinem Ergebnis, da sich keiner zuständig fühlte. Die DB Netz verwies an den Bezirk, dieser an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Nun ist ein Erfolg der Bemühungen zu vermelden: seit Anfang November 2014 haben auf Veranlassung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Arbeiten unter der Brücke begonnen: die alte Beleuchtungsanlage – die diesen Namen nicht mehr wirklich verdiente – wird ausgetauscht. So wird also noch in diesem Herbst Licht sein an diesem dunklen Ort, der Kriminalität förmlich begünstigte! Gut so!

Eine gute Nachricht auch in Sachen Grünfläche zwischen Fernsehturm und Neptunbrunnen. Die Umsetzung des neuen Beleuchtungskonzeptes blieb auf halber Strecke stehen: so wurden lediglich die Wege auf den Seiten der Parkfläche mit neuen Leuchten ausgestattet, im Park selber ist zappenduster – was insofern kritisch zu sehen ist, als die querenden Wege stark frequentiert werden, auch abends und nachts. Auf Druck der Initiative Alexanderplatz, in der sich Anwohner und Gewerbetreibende organisiert haben, beschäftigte sich das Bezirksamt erneut mit dem Beleuchtungskonzept und konnte nun die Zusage geben, dass im März 2015 die Installation weiterer Leuchten auch im Park selbst installiert werden. Möglich macht das ein Restbetrag, der in einem Fördertopf der EU verblieben war und der nun dafür verwendet wird. Prima!

Nun sollte auch der Neptunbrunnen abends und nachts beleuchtet werden. Die SPD-Fraktion hat dazu erst kürzlich einen Antrag in die BVV eingebracht, mit der das Bezirksamt ersucht wird, nach einem Sponsor zu suchen, der Kauf und Installation von Scheinwerfern und die Betriebskosten übernimmt. Die Parkanlage zwischen Fernsehturm und Spandauer Straße liegt im Herzen der Hauptstadt und ist auch für Touristinnen und Touristen ein erster Eindruck ihres Besuches – sofern sie denn überhaupt etwas sehen können. Daher sollten wir gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, für diesen Ort auch abends und nachts eine gewisse Aufenthaltsqualität zu schaffen und vor allem auch präventiv tätig zu werden: im Dunkeln lässt sich leicht munkeln. Licht ist auch ein Baustein für mehr objektive und gefühlte Sicherheit.

Wir sind auf einem guten Wege! Fiat lux! Es werde Licht!

Stefan Draeger (SPD-Bezirksverordneter)