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Erstes Treffen der Gewerbetreibenden von Invaliden-/ Chaussee-straße auf Anregung der SPD-Fraktion

Anfang November fand – auf Anregung der SPD – auf Einladung der IG Friedrichstraße das erste Treffen von interessierten Gewerbetreibenden im Mercure an der Invalidenstraße statt. Dankenswerterweise hatte Hotel-Direktor Bernd Mensing einen Raum zur Verfügung gestellt, der gut besucht war. Allerdings war die Anzahl von Gewerbetreibenden einerseits und Bezirksverordneten andererseits in etwa ausgeglichen. Einige mußten sich wegen anderer Verpflichtungen oder unvorhersehbarer Ereignisse entschuldigen.

Herr Mateusz Hartwich, Geschäftsführer der IG Friedrichstraße, erläuterte zu Beginn die Arbeit der Interessengemeinschaft und berichtete, daß intern schon diskutiert worden sei, die IG umzubenennen in IG Mitte und damit den Bereich deutlich auszuweiten. Insofern sei das eine Koinzidenz der Ereignisse gewesen, als ich Herrn Hartwich vor kurzem bat, diese Veranstaltung durchzuführen.

Die anwesenden Gewerbetreibenden stellten sich kurz vor und erzählten von ihren Nöten. Durch die Baustelle habe es enorme Umsatzeinbußen gegeben, man fühle sich auch ein wenig allein gelassen. Besonders bemängelt wurden: dieBaustellenvermüllung (da es keine Papierkörbe gäbe, würde einfach die Baustelle als solche genutzt – und keiner fühle sich offenbar für die Reinigung verantwortlich), die Lage der aufgestellten Container (sie versperren einerseits die Sicht auf viele Geschäfts/Lokale, andererseits verschatten sie die Geschäfte selbst) und die Höhe und Schlichtheit der aufgestellten Baustellenzäune.

Herr Hartwich berichtete von den Bemühungen der IG Friedrichstraße, die Bauzäune Unter den Linden bzw. in der Friedrichstraße zu “verschönern”, die letztendlich in enger Zusammenarbeit und mir der Unterstützung der BVG von Erfolg gekrönt waren.

Ich wurde gebeten, einen Baustellenbegehungs-Termin mit dem Projektleiter Invalidenstraße/Chausseestraße bei der BVG zu arrangieren. Das gelang sehr schnell, die Baustellenbegehung findet statt am Freitag, 15. November 2013, um 10 Uhr (Treffpunkt unter den Arkaden vor dem Zeitungs-/Lottoladen).

Es bestand während der gestrigen Veranstaltung Übereinstimmung, daß die Gewerbetreibenden nun selbst aktiv werden müßten, um ein Netzwerkherzustellen und letztendlich dann entweder eine eigene IG zu gründen oder unter das Dach der IG Mitte zu schlüpfen. Die anwesenden Bezirksverordneten von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen bekräftigten, die Gewerbetreibenden bei ihren Bemühungen zu unterstützen, Kontakte zu Ämtern herzustellen – das könne aber immer nur “begleitend”, beratend sein. Herr Hartwich bot ebenfalls die Unterstützung der IG Friedrichstraße an, wies aber darauf hin, daß er schon jetzt gut ausgelastet sei.

Die Aufgabe der Gewerbetreibenden für die Zukunft muß es sein, sich zu organisieren, um Gesprächspartnern gegenüber mit einer Stimme sprechen zu können. Das erleichtere vieles. Zunächst einmal müsse ein Netzwerk (möglichst E-Mailadressen) geknüpft werden, damit man sich schnell austauschen könne.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, daß der Wirtschaftsausschuss der BVV vor Ort tagt und die Anrainer ihre Sorgen und Nöte vortragen können – das hat im Nikolaiviertel ja auch schon einmal gut funktioniert. Zu einer solchen Ausschußsitzung kommt der zuständige Stadtrat und es können weitere Protagonisten – wie z.B. Vertreter der BVG – eingeladen werden. Wir werden diesen Vorschlag der Ausschussvorsitzenden Martina Matischok (SPD) machen.

Ein erster, kleiner Schritt – nun müssen weitere folgen!

 

Stefan Draeger