SPD MItte

150 Jahre SPD: Die »Erinnerungstage« des Walter H. – Silvesterbetrachtungen eines SPD-Anhängers 1924-1934

Lesung aus dem unveröffentlichten Original-Manuskript.

Theodor Schmidt sammelt Tagebücher. In Lesungen gibt er einen Einblick in seine Schätze. Im Februar wird er aus den Erinnerungen des Walter H. im Rahmen der Feierlichkeiten „150 Jahre SPD“ lesen.

FREITAG, 22. FEBRUAR 2013, 19.00 UHR, GALERIE DES AUGUST BEBEL INSTITUTS IM KURT-SCHUMACHER-HAUS (MÜLLERSTR. 163)

Walter H., Jhrg. 1907, Fabrikarbeiter in Bernburg und Dessau, schreibt stets zu Silvester zu politischen und per­sönlichen Ereignissen des verflossenen Jahres. Walter ist SPD-Anhänger und kritisiert sowohl die Nationalsozialisten als auch die Kommunisten scharf. Er analysiert die Gründe, weshalb die Nationalsozialisten so viele Anhänger haben, und sieht voraus, dass die Politik der Nazis zu Millionen Toten führen wird. Außerdem macht er sich Gedanken über Arbeitslosigkeit, von der er selbst betroffen ist, und wie sie den Menschen verändert. Aus seinem Privatleben berichtet er über Versuche, eine Frau zu finden und entwickelt eine »Glückgleichheitstheorie«, die ihm die Hoffnung gibt, noch viel Glück in petto zu habe.