Berlin Mitte

Der Mauerpark wird erweitert!

Am 12.12. 2012 gab es die symbolische Einweihung einer Bautafel, um zu dokumentieren, das die Mauerparkerweiterung stattfindet. Stadtentwicklungssenator Michael Müller, Baustadtrat Carsten Spallek, Vertreter der CA Immo, der Allianz-Umweltstiftung und der Mauerparkwerkstatt nahmen daran teil und begrüßten einhellig den Beginn der Erweiterung des Mauerparks. Der Vertreter der Bürgerwerkstatt, Rainer Krüger, mahnte aber auch eindringlich an, dass das Baufeld nördlich des Gleimtunnels nach sozial-ökologischen Maßstäben geplant und gebaut wird.

In der BVV-Sitzung vom 22.November 2012 hatte die geplante Erweiterung des Mauerparks eine weitere wichtige Hürde genommen. Dem „Mauerparkvertrag“ zwischen dem Land Berlin, dem Bezirk Mitte und dem Eigentümer der Fläche, der Immobilienfirma CA Immo, wurde zugestimmt. dadurch konnte die Bautafel-Aufstellung für die geplante Parkerweiterung durchgeführt werden. Dies ist bedeutsam, da somit die Forderung der Allianz-Stiftung erfüllt wird, bis Ende 2012 ein sichtbares Zeichen zur Parkerweiterung zu setzen, erfüllt wird und daher keine Gelder zurückgezahlt werden müssen. Die finanzielle Unterstützung der Allianzstiftung zur Erstellung des Mauerparks war an die Bedingung geknüpft, das der Park mindestens 10ha groß wird. Diese Bedingung wird nun endlich erfüllt.

Gleichzeitig wird nun das B-Plan Verfahren fortgeführt. Den der Vertrag sagt auch auch, das nördlich des Gleimtummels ein Wohnfeld entsteht mit bis zu 600 Wohnungen bzw einer Bruttogeschossfläche von bis zu 58000qm. Dies ist der immer noch heftig umstrittene Teil des Vertrags. Die SPD-Fraktion in Mitte ist aber der Meinung, das die hier entstehende Wohndichte durchaus parkverträglich ist. Zudem werden gerade im Innenstadtbereich neue Wohnungen benötigt. Dies wird auch von allen Parteien inzwischen so gesehen. Wenn es aber darum geht, wo diesen neuen Wohnungen entstehen sollen, ist fast jede innerstädtische Fläche aus irgendwelchen gründen für irgendjemanden ungeeignet. Diesen Partikularinteressen muss die SPD eine allgemeinwohlorientierte Politik entgegensetzen. Dies ist uns am Mauerpark gelungen.

Besonders freut es mich, das nächstes Jahr die Bewohnerinnen und Bewohner des Brunnenviertels endlich einen Zugang zum Park an der Lortzingstraße bekommen werden. Damit wird der Park endlich auch von den Menschen im Brunnenviertel als Ihr Park wahrgenommen werden können. Und ab sofort können sich alle Interessierten an der Gestaltung des Parks in der Mauerparkwerkstatt engagieren.

Die Aufgabe der SPD-Fraktion wird es im nächsten Jahr sein, das B-Plan Verfahren für das Wohnfeld konstruktiv zu begleiten und dafür zu sorgen, das hier bezahlbarer Wohnraum für möglichst alle Bevölkerungsschichten entsteht.

 

Sascha Schug

Stadtentwicklungspolitischer Sprecher SPD-Fraktion Berlin-Mitte