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Mehr Demokratie und Menschlichkeit – Gedenken an das Attentat von Norwegen

Am 22. Juli jährt sich das Attentat von Norwegen zum ersten Mal. Das Entsetzen und die Trauer über die Tat von Anders Breivik sind noch immer groß. Warum der Attentäter dennoch verloren hat, erklärt Julian Zado, stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender, in einem Gastbeitrag für den Vorwärts.

Es ist immer noch unfassbar. Obwohl es am 22. Juli nun genau ein Jahr her ist, dass Anders Breivik in Norwegen ein Massaker angerichtet hat. Er hat dabei 77 junge Menschen ermordet, die auf einer Insel ein Camp veranstaltet haben. Die jüngsten Opfer waren dabei gerade einmal 14 Jahre alt.

Die Opfer hatte sich Breivik nicht zufällig oder wahllos ausgesucht. Er wollte ganz gezielt diese Jugendlichen aufgrund ihrer politischen Einstellung und ihres Engagements für Demokratie töten. Breivik ist ein Nazi: Er ist homophop, er hasst AusländerInnen, er wähnt sich auf einem Feldzug gegen eine Unterwanderung seines Volkes. Seine Opfer waren das genaue Gegenteil. Sie standen für eine offene Gesellschaft, für eine gleiche Teilhabe aller Menschen am Leben, für Demokratie. Das war nicht nur ihre Überzeugung. Diese jungen Menschen haben sich in ihrer Freizeit für ihre Überzeugung auch engagiert. Sie haben dafür Veranstaltungen organisiert, Texte geschrieben, politische Bildung für junge Menschen organisiert und vieles mehr. Sie haben auch Wahlkampf gemacht – für die sozialdemokratische Partei Norwegens, die Arbeiderpartiet. Denn die ermordeten Opfer gehörten allesamt der Jugendorganisation der Partei an, der Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF) – eine Schwesteroganisation der JUSOS.

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Bild: Kai Doering