Berlin Mitte

Feierliche Enthüllung der Stele im Afrikanischen Viertel

Als Ergebnis jahrelanger Beratung in der BVV, in politischen Gremien aller Parteien, in und mit der Afrikanischen Community wie mit dem postkolonialischen Erbe des Afrikanischen Viertels in Berlin Mitte, Ortsteil Wedding umgegangen werden soll, wurde am 8. Juni 2012  mit einer großen Feier die Stele für den Gedenk- und Erinnerungsort des Afrikanisches Viertels Nahe des U-Bahnhofes Rehberge in der Otawistraße von, u.a. Bezirksbügermeister Dr. Christian Hanke, der Stadträtin für Bildung und Kultur Frau Sabine Weißler sowie Vertretern der Afrika Verbände feierlich enthüllt.

Das Afrikanische Viertel ist das größte Gebiet mit kolonialen Straßennamen in Deutschland.

Der Ort ist  dafür geschaffen einen Lern- und Erinnerungsort zu gestalten.

Die BVV einigte sich darauf, eine Infosäule aufzustellen. Die daraus von Helga Lieser entworfene Stele enthält drei Texte, um einerseits die unterschiedliche Auf- und Verarbeitung der Geschichte wiederzugeben, andererseits aber auch eine Verbindung zu schaffen. Es handelt sich dabei um die Geschichte des deutschen Kolonialismus in Afrika und den afrikanischen Widerstand.

Von der Togostrasse kommend ist der Text der Afrikaverbände zu lesen, zur Müllerstrasse gerichtet zeigt die Stele den Text der BVV.

Es gibt einen Verbindungstext, verfasst von Dr. Matthias Dahlke, der erklärend dient.

Die Anwohner und Anwohnerinnen haben den Prozess rege verfolgt, an den Diskussionen teilgenommen, lesen alle drei Texte mit großem Interesse.

Ziel ist es beginnend mit der Stele, einen Lern- und Erinnerungsort zu schaffen, um die deutsche Vergangenheit in  Afrika zu dokumentieren und den Anwohnern näher zu bringen.

Es wird noch viel Arbeit und Zeit brauchen.

Wir arbeiten mit daran, dass das Afrikanische Viertel als Gedenkstätte die Geschichte Afrikas unter der Kolonialmacht Deutschlands auf den Weg zur Dekolonialisierung bis hin zu freien Afrikanischen Staaten erzählt.

 

Regina Schilf