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Bund beschließt Förderprogramm zur Einbruchsicherung

Privatepressefoto_eva_hoegl_2013_1000 Einbruchsicherungsmaßnahmen werden künftig finanziell vom Staat bezuschusst. Insgesamt werden in den Jahren 2015 bis 2017 zunächst 30 Mio. Euro für ein neues Förderprogramm „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“ zur Verfügung gestellt. Anspruchberechtigt sind auch Mieterinnen und Mieter. Das hat die SPD-Bundestagsfraktion durchgesetzt. Wer mindestens 500 Euro zum Schutz seines Wohnraums in die Hand nimmt, kann einen Zuschuss in Höhe eines Fünftels für Materialkosten, höchstens jedoch 1.500 Euro erhalten.

Der steigenden Anzahl an Wohnungseinbrüchen soll ein Riegel vorgeschoben werden und das möglichst schnell: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik mit ca. 152.000 registrierten Fällen einen Anstieg um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei entstand ein Gesamtschaden von rund 422 Mio. Euro. Neben dem Sachschaden haben die Betroffenen häufig auch mit psychischen Belastungen zu kämpfen.

Genau hier setzt das geplante Programm an: Damit sich die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Zuhause sicher fühlen können, werden künftig über das SPD-geführte Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit staatliche Fördermittel für private Wohnungssicherungsmaßnahmen bewilligt. Die Zuschüsse für Investitionen in einbruchsichere Türen, Schlösser oder Fenster können zusätzlich zu der steuerlichen Absetzbarkeit der Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden. Voraussetzung für die Förderung ist die vorherige Vorlage von zwei Angeboten oder eines Angebots einer zertifizierten Fachfirma sowie die Zustimmung des Eigentümers.

Erste Auszahlungen sollen bereits im Jahr 2015 möglich sein. Sobald die Details des Förderprogramms beschlossen sind, kann mit der Auszahlung der Gelder begonnen werden.

Expertinnen und Experten zufolge sind präventive Sicherungsmaßnahmen ein wichtiger Schritt, um Einbrüche zu verhindern: 2014 scheiterten rund 40 Prozent der Wohnungseinbrüche wegen geeigneter Sicherheitstechnik.

Dr. Eva Högl, MdB