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Hinaus zum 8. März – Jusos und ASF Mitte rufen auf zum Frauen*kampftag 2015

Am Sonntag, den 08. März, begehen wir den 104. Internationalen Frauentag. Dieser Tag erinnert uns in jedem Jahr daran, dass Frauenrechte und Gleichstellung keine Selbstverständlichkeit sind, sondern wir auch weiterhin dafür kämpfen müssen. Erneut ruft ein breites Bündnis zur gemeinen Demonstration zum Frauen*kampftag auf.

Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen ob in der Familie, am Arbeitsplatz oder auch zunehmend im Internet gehören immer noch zum Alltag. Nach wie vor arbeiten vor allem Frauen in den schlecht bezahlten Pflegeberufen und übernehmen mehrheitlich die Sorge- und Betreuungsarbeit zu Hause. Auch der Niedriglohnsektor bleibt eine „Frauendomäne“. Der seit dem 01. Januar 2015 geltende Mindestlohn kann hier für viele eine entscheidende Verbesserung bewirken. Denn: Der Gender Pay Gap stagniert in Deutschland seit Jahren bei 22% und liegt damit höher als noch zu Beginn des Jahrtausends. Hiermit muss endlich Schluss sein!

„Die Diskriminierung von Frauen reicht jedoch weit über das Berufsleben hinaus. Angefangen bei sexistischer Werbung bis hin zu absurden Diskussionen, ob Frauen in Schulbüchern als Werkzeugmechanikerinnen in einer Werkstatt dargestellt werden können. Emanzipatorische Bildung ist gerade aus sozialdemokratischer Sicht eine Notwendigkeit für gesellschaftliche Veränderungen. Aus unserer Sicht ist klar: Der Kampf um die rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung sowie ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen, kann nur gemeinsam gewonnen werden. Feminismus geht uns alle an“, so der Vorsitzende der Jusos Mitte Mathias Schulz.

Pünktlich zum Frauentag wird der Deutsche Bundestag am Freitag, 06. März das Gesetz zur gleichberechtigten teilhabe von Frauen für Führungspositionen verabschieden, mit dem erstmals eine Frauenquote von 30% für Aufsichtsräte von börsennotierten Unternehmen eingeführt wird. „Die Frauenquote ist ein erster Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung in Führungsetagen von Unternehmen. Die flexiblen Quoten haben in den letzten Jahren keinerlei Verbesserungen gebracht. Es wird Zeit, dass qualifizierte Frauen endlich die gläserne Decke durchstoßen und in Unternehmen gleichberechtigt beteiligt werden. Davon profitieren dann auch die Unternehmen“, sagt die Vorsitzende der ASF in Berlin-Mitte, Susanne Fischer.

Genug Gründe den Kampf für Gleichberechtigung und Frauenrechte nicht einzustellen, sondern auf die Straße zu gehen! Daher: Heraus zum 08. März!

Treffpunkt: um 13 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz, von dort geht es zum Brandenburger Tor.