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Integrationspreis 2013 in Mitte verliehen

Auch in diesem Jahr hatte die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin einen Preis in Höhe von bis zu 2.000,00 € für erfolgreiche Projekte und Initiativen zur Integration von Zuwanderern ausgelobt. Alle Einwohner/-innen mit Wohnsitz in Berlin durften Einzelpersonen oder Projekte vorschlagen und so kamen rund 30 Vorschläge zusammen, über die dann die Mitglieder des Integrationsausschusses beraten und abgestimmt haben.

Die Hauptkriterien für die Vergabe waren: Integrationsfördernde Maßnahmen für den Bezirk Mitte mit hoher und nachhaltiger Wirkung, Originalität der Idee, mögliche Vorbildwirkung und parteipolitische Neutralität.

Der Integrationsausschuss entschied, dass der Integrationspreis gleichrangig an zwei Preisträger gehen sollte, je an ein Projekt und an eine Einzelperson. In der Sitzung der BVV am 21. November wurde der Preis dann feierlich übergeben.

Als Projekt wurde ausgezeichnet das Behandlungszentrum für Folteropfer e.V. für das Projekt „Betreuter Wohnverbund für Migrantinnen“, welches Flüchtlingsfrauen, die traumatisierende und lebensbedrohende Verfolgungsschicksale durchlitten haben, unterstützt. Mit bewegenden Worten schilderte Frau Höhne, die Leiterin des Projektes, der BVV und den anwesenden Gästen, die Entbehrungen der von ihr und ihren Kolleginnen betreuten Frauen und wie das Projekt ihnen dabei hilft, sich zurechtzufinden und körperliche und psychische Verletzungen zu verarbeiten und zu überwinden. Es sei schön, wenn Frauen nach Jahren als selbstbestimmte und starke Persönlichkeiten zu Besuch kämen.

Als Einzelperson wurde Jossif Gofenberg für das Projekt „Gofenberg & Chor“ ausgezeichnet. Der Chor ist ein besonderer Beitrag zur Integration von Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion. Er vereint jüdische wie nichtjüdische Musiker und Musikfreunde gleichermaßen in ihrer Begeisterung für die Musik alter jüdischer Traditionen. Bevor der Chor eine Kostprobe seines Können gab, erzählte Jossif Gofenberg, der aus der Ukraine stammt, dass ihm Berlin auch durch die Musik, durch die Möglichkeit hier jüdische Lieder zu singen, zur Heimat geworden ist. Wir gratulieren den Preisträgern und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Clarissa de Sielvie