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Imbiss im Schillerpark – bald wieder geöffnet?

Das Bezirksamt Mitte hatte den Kiosk in der Dubliner Straße am Schillerpark direkt neben der Plansche an das denkmalgeschützte Toilettenhaus angebaut und mittels Ausschreibung an Herrn Nayebzadeh mit der Auflage vergeben, dass im „Vorraum“ eine Ausstellung zum UNESCO-Weltkulturerbe frei zugänglich wird.

Am 04. Januar wurde das kleine Gebäude Toilette und Ausstellung zu den Berliner Welterbesiedlungen und dem angebauten Imbiss im Schillerpark am Eingang Dubliner Straße nahe der Plansche durch unbekannte angesteckt. Das Toilettenhaus und die Ausstellung zu den Berliner Welterbesiedlungen waren nicht betroffen, der Imbiss wurde jedoch stark beschädigt.

Nach dem Brand des Imbisses im Schillerpark im Januar wird nun endlich saniert.  Martina Matischok (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD BVV-Mitte, Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses), Bruni Wildenhein-Lauterbach (Mitglied des Abgeordnetenhauses des SPD-Fraktion) und Janina Körper  (Vorstandsmitglied und Sprecherin für Grünflächen der SPD-Fraktion der BVV-Mitte) trafen sich am 8.5. mit dem Pächter Masoud Nayebzadeh am Imbiss und informierten sich über die Arbeiten seit Januar und die weiteren Planungen bis zur Wiedereröffnung.

Unter anderem müssen neue Rigips-Platten verlegt und neue Fenster eingebaut werden. Danach kann der Herr Nayebzadeh Fliesen verlegen lassen, und die Küche wieder funktionstüchtig machen. Eigentlich müsste das doch in relativ kurzer Zeit gemacht sein. Eigentlich …

In der BVV am 18.April erkundigte sich die SPD Fraktion nach den Planungen des Bezirksamtes, den Imbiss wieder in Stand zu setzen. Laut Aussage von Bezirksstadtrat Spallek sei geplant, dass die dem Vernehmen nach 50.000 € teurere Sanierung bis Ende Mai abgeschlossen sei.

Außerdem wollten wir wissen, ob eine provisorische Verkaufsfläche, wie zum Beispiel ein Container, vom Pächter aufgestellt werden könnte, um den Verkauf weiterzuführen. Dies verneinte Herr Spallek, da dies in Grünflächen nicht gestattet werden könne. Man schaffe einen Präzedenzfall. Der Argumentation, ein Provisorium für einen abgebrannten Kiosk schaffe keinen Präzedenzfall für Verkaufscontainer in Grünflächen, da man nur Gleiches mit Gleichem vergleichen kann, wollte Spallek nicht folgen. Wir blieben dran und fragten im Nachgang nach, ob man einen Verkaufscontainer auf Bürgersteig am Parkeingang als Sondernutzung öffentlichen Straßenlands aufstellen könne. Auch dieses verneint aus Sorge einen Präzedenzfall zu schaffen.

Am 8.5., bei Sonnenschein und Temperaturen, bei denen ein Eis im Schillerpark gerne verspeist worden wäre, besuchten Martina Matischok, Bruni Wildenhein Lauterbach und Janina Körper die Baustelle und informierten sich über den Stand der Arbeiten. Einige Platten waren schon an der Wand, einige lagen noch auf dem Boden und warteten darauf verlegt zu werden. Es entstand der Eindruck, dass nicht jeden Tag an der Sanierung gearbeitet wurde, sondern mehrtägige Pausen zu einer Verzögerung der Baumaßnahme führen. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Verzögerungen durch eine bessere zeitliche Abstimmung der unterschiedlichen Arbeiten verhindert oder zumindest minimiert werden könnten.

Martina Matischok stellt mit Verwunderung fest, „Es ist erstaunlich wie mit Gewerbetreibenden im Bezirk umgegangen wird, deren Einnahmequelle aus vom Bezirk verpachteten Immobilien herrührt, welche leider durch Vandalismus versiegt ist. Hier hätte der Bezirk als Verpächter ein eigenes Interesse haben müssen, schnellstmöglich die Schadensbeseitigung herbeizuführen und bis dahin zu einer einvernehmlichen Ausnahmelösung für einen Verkaufscontainer kommen können. Es bleibt zu hoffen, dass die seit Januar währende Geschichte spätestens Ende Mai endlich wird und es sich dabei um einen Einzelfall handelt.“

Janina Körper ist zuversichtlich: „Die von vielen Planschen- und Parkbesucherinnen und -besuchern erwartete Wiedereröffnung  des Imbisses Anfang Juni scheint gerade noch rechtzeitig zum Saisonbeginn möglich zu sein. Wir drücken Herrn Nayebzadeh die Daumen, dass dies auch tatsächlich so sein wird und bleiben mit dem Pächter im Kontakt, um den weiteren Werdegang zu verfolgen und im Bedarfsfall unterstützend tätig sein zu können.“

Janina Körper