BVV

Equal Pay Day 21. März 2013: Tag der Lohngerechtigkeit – Frauen der BVV–Mitte setzen Zeichen

Am Tag der Bezirksverordnetenversammlung (BVV),  dem 21.März 2013,  lag der errechnete deutsche Equal Pay Day 2013.

Die BVV-Frauen hatten sich auf Initiative von Birga Köhler (CDU) daher darauf verständigt „rote Zeichen“ zu setzen: „traditionsgetreu“ mit roter Tasche, ggf. aber auch durch rote Kleidung, bzw.  Kleidungsstücke. Ein gemeinsames Foto der BVV Frauen signalisiert Einheit im Kampf um gleiche Entgelte für Männer und Frauen.

Mit Dringlicher Entschließung (Drucksache-Nr.: 0836/IV) aller Fraktionen unterstützte die BVV in Mitte den Tag zur Entgeltgleichheit.

Wortlaut der Entschließung: „ Die BVV-Mitte setzt sich gemeinsam und überfraktionell für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern ein. Immer noch erhalten Frauen im Durchschnitt etwa 22 Prozent weniger Lohn für gleichwertige Arbeit und Leistung. Anlässlich des heutigen Aktionstages zur Entgeltgleichheit (Equal Pay Day) fordert die BVV-Mitte gleiche Erwerbsstrukturen und – chancen für Männer und Frauen.

Beim Equal Pay Day handelt es sich um einen internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen.

Der Equal Pay Day mit Ursprung in den USA  und dort erstmals im Jahr 1966 durchgeführt, wird mittlerweile in zahlreichen Ländern allerdings an unterschiedlichen Tagen begangen.

In den USA wurde 1988 die „Red Purse Campaign“ initiiert. Die rote Tasche Kampagne steht symbolisch für die Entgeltunterschiede. Die rote Taschen weisen auf die „roten Zahlen“ hin und darauf, dass Frauen weniger „in der Tasche haben“ wie Männer, die gleiche Arbeit leisten.

Diese Aktion wurde in Deutschland im Jahr 2007 unter dem Motto „Initiative Rote Tasche“ aufgegriffen. Der  „Symboltag“ hat das Ziel auf die ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen hinzuweisen und dadurch dafür einzustehen, dass die Lohnunterschiede beseitigt werden.

Im Jahr 2008 entstand aus der „Initiative Rote Taschen“ der Equal Pay Day in Deutschland, der erstmalig am 15.04.2008 und seitdem jährlich an errechneten Tagen begangen wird.

Das Datum des deutschen Aktionstages errechnet sich ab dem Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um auf den durchschnittlichen Stundenlohn/das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern mit Stichtag 31.12. des jeweils vergangenen Jahres zu kommen. Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienen Frauen nach wie vor 22 % weniger als Männer. Skandalös, dass Frauen erst am 21. März 2013 durchschnittlich so viel verdient haben wie Männer bereits am 31.12.2012.

Am 21.03.2013 machten viele Aktionen auf den Equal Pay Day aufmerksam, u. a.:

In allen zwölf Berliner Rathäusern wurden am 21. März 2013 in einer gemeinsamen Aktion mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten rote Flaggen gehisst.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Bezirksämter hatten gemeinsam mit dem FrauenComputerzentrumBerlin e. V. mit der Aktion „22 Prozent Rabatt für Frauen in Berlin“ aufgerufen,  Frauen am 21.03. einen Rabatt von 22% einzuräumen. Unternehmen, Geschäfte, Restaurants und viele andere Handels- und Dienstleistungsakteure  beteiligten sich an dieser Aktion und gaben entsprechend Frauen mit roter Tasche, teils auch ohne, Rabatt.

Auch ein Skandalblatt in Auflagenhöhe von 30.000 Exemplaren wurde an zentralen Punkten Berlins zum Thema verteilt. Herausgeberinnen des Skandalblatts sind die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke, Business and Professional Women Germany e.V., die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und der Landesfrauenrat.

 

Martina Matischok

Der Artikel erschien ursprünglich auf der Homepage der SPD-Fraktiopn der BVV Mitte.