Berlin Mitte

Kinderjury – SPD Fraktion beteiligt sich mit Patenschaft für MÄDEA und ihr Projekt zum Weltmädchentag

Bei der Kinderjury 2012 konnten die Kinder und Jugendlichen in Mitte Projektideen entwickeln, Anträge einreichen und selbst entscheiden, welches Projekt mit wieviel Geld gefördert werden soll. Die Mädchen bei MÄDEA haben für den Auftritt der Hip-Hop-Queen Sister Fa auf dem Weltmädchentag 150 € Gage eingeworben und sich mit dem Thema Genitalverstümmelung von Mädchen beschäftigt. Janina Körper aus der SPD Fraktion Mitte war ihre Patin und berichtet.

Mit großer Beteiligung ist am 27.9.12 die Sitzung der Kinderjury durchgeführt worden. Für die Kinderjury wurden 18 Anträge eingereicht, von denen 17 Gruppen bei der Kinderjury ihr Projekt auch vorgestellt haben und –wenn auch mit weniger Mitteln als beantragt – alle gefördert wurden. Katharina Homann, die das Projekt für den Moabiter Ratschlag e.V. koordiniert, berichtet: „Die Kinder haben sehr ernsthaft, fair und kompromissbereit verhandelt. Die Ideen reichen von ‚Toberaum der Hortgruppe neu ausstatten‘ über ‚Trikots für die Basketball-AG‘, ‚Film machen über das Anders-Sein‘ bis zum ‚HipHop-Workshop.“

Dabei standen den Projekten Paten zur Verfügung, die das Projekt besucht haben und schließlich bei der Abschlussveranstaltung am 23.01.2013 eine Laudatio auf ihr Projekt hielten. Für die SPD-Fraktion Mitte war Janina Körper, Mitglied im Jugendhilfeausschuss, für das Projekt der Mädchen von MÄDEA zum Weltmädchentag Patin. Die Mädchen haben 150€ Gage für den Auftritt der HipHop-Queen Sister Fa aus dem Senegal beantragt, die gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen kämpft und Schirmfrau der Aktion von MÄDEA zum Weltmädchentag ist.

Beim 1. Weltmädchentag am 11. Oktober 2012 im BVV-Saal des Rathauses Mitte der 1. Weltmädchentag stellte sich beim Mädchentalk mit der Politik auch Ulrich Davids, Bezirksstadtrat für Jugend, Schule, Sport und Facility-Management den Fragen der Mädchen. Dabei ging es nicht nur um Beschneidung von Mädchen, sondern auch um Gewalt in der Familie und Bildung. Die Mädchen wollen eine Verbesserung in Berlin Mitte erreichen und gemeinsam mit den Politikern an Lösungen arbeiten. Obwohl der Weltmädchentag im Jahr 2012 in die Ferien fiel, war die Veranstaltung mit ca. 200 Besucherinnen und Besucher gut besucht und eine sehr erfolgreiche Veranstaltung für den Bezirk Mitte. Der Spaß kam selbstverständlich auch nicht zu kurz und schließlich endete der Weltmädchentag mit einer Mädchendisko.

Mit dem Weltmädchentag war das Projekt noch nicht zu Ende. Nach Auswertung der Diskussion berichteten die Mädchen im Jugendhilfeausschuss von der Veranstaltung und bekräftigen ihre Forderungen an die Bezirkspolitiker. Sie wünschen sich, dass der Weltmädchentag nicht mehr in die Ferien fällt, und möchten das Themen wie Beschneidung von Mädchen und Gewalt in der Familie auch in den Schulunterricht zum Beispiel im Fach Ethik integriert werden.

Nach Ihrem Besuch der Mädchen zeigt sich Janina Körper beeindruckt von der differenzierten und sensiblen Diskussionskultur der Mädchen. „Sich mit einem so schwierigem Thema wie Beschneidung von Mädchen zu beschäftigen und dabei so vorurteilsfrei, kultur-sensibel und lösungsorientiert zu sein, verdient Respekt.“ Der Besuch der Einrichtung konnte dann auch gleich genutzt werden, um von den vielfältigen Projekten bei MÄDEA wie Theaterspielen, Mangas zeichnen und Fußball spielen zu berichten und munter weiter zu diskutieren – auch über die Rolle von Frauen in der Politik. Ein Blick auf die Karte der derzeitigen Bezirksbürgermeister in Berliner, die historische Auflistung der KanzlerInnen und Bundespräsidenten verdeutlicht, welchen Nachholbedarf es noch gibt.

Auch in 2013 wird Ulrich Davids den Weltmädchentag mit vorbereiten und auch seine Bereiche Jugend und Schule mehr mit einbeziehen.

 

Der Artikel erschien zuerst auf den Seiten der SPD-Fraktion der BVV-Mitte.