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Die Beuth Hochschule konzentriert sich auf den Wedding

Bild Matthias Speidel

Wedding und Tegel sollen in Zukunft die einzigen Standorte der Hochschule für Technik sein.

An der Beuth Hochschule für Technik studieren über 10.000 StudentInnen in über 70 Bachelor- und Masterstudiengängen. Jährlich kann sie fast 2000 AbsolventInnen vorweisen. Sie gehört damit zu den zehn größten Fachhochschulen in Deutschland. Ihr Hauptstandort an der Luxemburger Straße im Wedding ist aber auch für den Bezirk und unsere Kieze von Bedeutung. Nicht nur, dass sie StudentInnen in den Wedding zieht. Sie spielt auch eine zentrale Rolle in der Entwicklung des sogenannten „Bildungsbandes“ um den Leopoldplatz, wozu unter anderem die Zentralbibliothek Mitte, die neben dem Rathaus Wedding entstehen wird, oder die Musikhochschule in der Ruheplatzstraße gehören. Durch dieses Projekt soll das Gebiet um die Müllerstraße herum als Bildungsstandort aufgewertet werden.

Vor diesem Hintergrund ist der Wunsch der Beuth-Hochschule, ihren Standort im Wedding auszubauen, sehr erfreulich. Sie will sich in Zukunft auf zwei Standorte konzentrieren. Circa 15 Prozent sollen nach Tegel ziehen, sobald der Flughafen geschlossen ist. Der ganze Rest soll an der Luxemburger Straße verbleiben und alle bisherigen Außenstandorte dorthin ziehen.

Dafür benötigt die Hochschule aber mehr Platz an diesem Standort, da sie bereits jetzt angesichts ihrer Studierendenzahlen aus allen Nähten platzt. Sie hat daher mehrere Ausbau-Optionen in Planung. So könnten Gebäude direkt an der Luxemburger Straße auf der Seite des Brüsseler Kiezes entstehen. Eine andere Idee ist, das Parkhaus gegenüber der Hochschule durch neue Gebäude zu ersetzen. Insbesondere für den Sprengelkiez wäre diese Lösung sehr attraktiv, da zum einen eine Bausünde endlich verschwinden würde und zum anderen die AnwohnerInnen von neu geschaffenen Strukturen ebenfalls profitieren könnten. Würde dort beispielsweise eine KiTa für Studierende entstehen, könnte sie auch von AnwohnerInnen genutzt werden. In jedem Fall stellt der Ausbau der Hochschule an diesem Standort für den Bezirk und für die Kieze einen Gewinn dar. Wir als 16. Abteilung – grünes Dreieck sollten die weitere Entwicklung verfolgen und, wo es uns möglich ist, die Interessen des Brüsseler- und des Sprengelkiezes in den Prozess einfließen lassen.

Der Artikel von Andreas Wiedermann erschien zuerst in der “Propagandistin” der 16.Abteilung.